Das Staatssekretariat für Bildung und Forschung (SBF) ist im Begriffe, eine Schweizer Roadmap für kostenintensive Forschungsinfrastrukturen zu entwickeln. Der in diesem Zusammenhang geäusserte Vorschlag der Schweizerischen Akademie der Geistes- und Sozialwissenschaften (SAGW), eine digitale Infrastruktur für die Geisteswissenschaften zu errichten, über welche die Langzeitarchivierung und Vernetzung der Forschungsdaten sicher gestellt werden kann, hat Eingang in den Zwischenbericht gefunden, der bis Ende September 2009 in Konsultation ist. Die SAGW wurde seitens des SBF aufgefordert, das Vorhaben zu präzisieren und abzuklären, welche Disziplinen nebst den Geschichtswissenschaften eine Lösung für Probleme der langfristigen Aufbewahrung und Pflege digitaler Daten aus Forschungsprojekten nutzen könnten, wie sich die „scientific community“ zu diesem Vorschlag stellt und ob infoclio.ch das richtige Gefäss für dieses Vorhaben ist.
Um den Bedarf für eine solche Infrastrukurinitiative abzuklären, beauftragte die Akademie Prof. Dr. Hans-Dieter Zimmermann des Schweizerischen Instituts für Informationswissenschaft (SII) an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Chur mit der Durchführung einer Umfrage. Diese Untersuchung hatte zum Ziel, den Bedarf für ein Angebot „Digitale Langzeitarchivierung“ in den Geisteswissenschaften zu identifizieren. Befragt wurden insgesamt 471 potentielle Teilnehmende in der Schweiz aus drei Kreisen: 1. Forschungsgetriebene geisteswissenschaftliche Infrastrukturen (Liste siehe Anhang 7.1) (64 Adressen), 2. alle geisteswissenschaftlichen universitären Institutionen/Institute in der Schweiz (205 Adressen) sowie 3. durch den SNF geförderte Projektleitende im Bereich der Geisteswissenschaften (278 Adressen). Die Rücklaufquote beträgt knapp einen Drittel der befragten Personen (149 Personen oder 32 Prozent) und ist damit als zufrieden stellend zu bewerten.
Die Umfrage wurde im August durchgeführt - die Resulate liegen vor und können eingesehen werden (siehe rechts).
Der Bericht (siehe rechts) wurde am 29. September 2009 fertiggestellt und auftragsgemäss dem Staatssekretariat für Bildung und Forschung eingereicht.

