Aus der Schwerpunktreihe Sprachen und Kulturen
Verlag SAGW, Heft III, Bern 2011, 108 Seiten
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Donnerstag, 23. Februar 2012
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Sprachen und Kulturen
Rätoromanische Volkslieder aus der mündlichen TraditionAus der Schwerpunktreihe Sprachen und Kulturen Einleitung Die vorliegende Darstellung befasst sich mit einem Aspekt der rätoromanischen Volks- und Sprachkultur in Graubünden. Es ist ein erster Schritt auf dem Weg zu einer weiter führenden Auswertung einer umfangreichen Sammlung von Dokumenten zu rätoromanischen Volksliedern, die während des zweiten Drittels des 20. Jahrhunderts im Auftrag der Schweizerischen Gesellschaft für Volkskunde (SGK) mit dem Ziel einer Veröffentlichung angelegt wurde. Dieses Material konnte aber damals nicht weiter ausgewertet werden und verblieb zum grossen Teil bis zum Anfang des 21. Jahrhunderts beim Hauptverantwortlichen der Sammeltätigkeit, dem Romanisten und Volkskundler Alfons Maissen († 2003). Kurz vor seinem Tod übergab Maissen den Nachlass dem Institut dal Dicziunari Rumantsch Grischun (DRG) in Chur, wobei sowohl vom Schenkenden wie von der Societad Retorumantscha, der Trägergesellschaft des DRG, her die Absicht bestand, das einzigartige Material zu erschliessen und auszuwerten.
Von der Deklaration zur Umsetzung – Schutz und Förderung der kulturellen Vielfalt in der SchweizAkten der Tagung vom 25. Januar 2011, Zürich Im Schwerpunkt «Sprachen und Kulturen» hat die SAGW bisher acht Publikationen aufgelegt und sieben Tagungen durchgeführt. Bislang konzentrierten wir uns auf die Mehrsprachigkeit in der Schweiz. Mit dem neuen «Sprachengesetz» und insbesondere der Gründung des Kompetenzzentrums für Mehrsprachigkeit an der Universität Freiburg, dem wir partnerschaftlich verbunden sind, wurden von uns über die letzten acht Jahre vertretene Postulate eingelöst. Dies ist uns Anlass, uns vermehrt mit der Kultur auseinanderzusetzen. Den Auftakt macht der vorliegende Band, welcher die Ergebnisse der Tagung vom 25. Januar 2011 «Von der Deklaration zur Umsetzung – Schutz und Förderung der kulturellen Vielfalt in der Schweiz» dokumentiert. Die Beiträge belegen einmal mehr, wie vielschichtig der Kulturbegriff ist und wie kontrovers er auch in der heutigen Gesellschaft ausgelegt wird; ausschlaggebend dafür, wie er interpretiert und verstanden wird, sind jeweils die durch unterschiedliche Lebenswelten und soziale Milieus geprägten Perspektiven und Erfahrungshorizonte des Individuums. Entsprechend zeichnet sich eine multikulturelle, multilinguale und multireligiöse Gesellschaft nicht nur durch Vielfalt und Bereicherung aus, sondern sie kann zu Missverständnissen und im schlimmsten Fall zu Konflikten führen. Noch komplexer ist die Frage nach der Definition kultureller Vielfalt sowie deren Einstufung beziehungsweise Wertung in Wissenschaft, Politik und Gesellschaft. Wir bedanken uns bei allen Beteiligten für die interessanten Vorträge, die sorgfältig ausgearbeiteten Artikel und die gute Zusammenarbeit.
Les patois valaisansPublications dans le cadre des vocabulaires nationaux et du projet prioritaires «langues et cultures». Le deuxième fascicule de la série «Vocabulaires nationaux» est consacré aux parlers traditionnels, aux «patois» du Valais romand. Les patois de la Suisse romande – à l’exception de ceux du canton du Jura – appartiennent à la langue que la recherche linguistique appelle «francoprovençal». Le francoprovençal est une langue latine qui se distingue profondément du français, autant que le romanche ou les dialectes tessinois. Par l’adoption du français commun en Suisse romande, les parlers francoprovençaux traditionnels ont cependant été refoulés; à l’heure actuelle ils ne survivent plus qu’en Valais et en Gruyère.
Mehrsprachigkeit in Wissensproduktion und WissenstransferHerbsttagung vom 12./13. November 2009 in Bern, Eigenverlag, Bern 2010 La présente publication vise à présenter l’essentiel des conférences qui se sont tenues dans le cadre du Colloque «Les enjeux du plurilinguisme pour la construction et la circulation des savoirs», les 12 et 13 novembre 2009, au Centre Paul Klee, à Berne. Ce colloque avait pour objectif de conduire une réflexion sur les enjeux du plurilinguisme pour le monde de la recherche et de la formation supérieure, partant de l’hypothèse que le plurilinguisme constitue un atout majeur et non un obstacle pour une société européenne fondée sur la connaissance, un atout dont il s’agit de mieux saisir la portée et les conditions au travers d’arguments scientifiques.
FreiburgerdeutschPublikation im Rahmen der Nationalen Wörterbücher und des Schwerpunktes «Sprachen und Kulturen», SAGW Eigenverlag SAGW, Bern 2009, 63 Seiten.
Diese Publikation ist die erste Ausgabe einer neuen, lockeren Reihe zu Themen über und um die Nationalen Wörterbücher. Damit sollen einer breiteren Öffentlichkeit Themen aus der Dialektforschung aus allen vier Landesteilen näher gebracht werden und deren Nutzen aufgezeigt werden. Ein weiteres Heft wird im Jahr 2010 erscheinen.
Das Idiotikon: Schlüssel zu unserer sprachlichen Identität und mehr?Publikation im Rahmen des Schwerpunktes «Sprachen und Kulturen» der SAGW Dieser Band enthält die an der Frühjahrestagung 2008 der SAGW in Zürich gehaltenen Referate. Die Veranstaltung verfolgte das Ziel, neue Benutzergruppen an das Wörterbuch heranzuführen, indem gezeigt wurde, wie das Idiotikon als Quelle zum Verständnis historischer Lebenswelten, aber auch für weitere Wissenschaftsbereiche, genutzt werden kann. Deutlich wurde, dass das Idiotikon nicht «nur» ein Dialektwörterbuch ist, sondern ein Schlüssel zu Texten verschiedenster Art, die mit unserem heutigen sprachlichen Wissen kaum noch zu verstehen sind.
Sprachendiskurs in der Schweiz: vom Vorzeigefall zum Problemfall? – Le discours sur les langues en Suisse: d’un modèle d’exemple à un cas problématique?Tagung vom 11. November 2005 in Biel, Eigenverlag, Bern 2005 Die schweizerische Sprachenpolitik ist in eine Sackgasse geraten: in Politik, Wissenschaft, Bildungswesen und Kultur ist man sich uneins, wie die sprachpolitischen Herausforderungen dieses Landes anzupacken seien, was sich unter anderem an den Diskussionen rund um die Schaffung eines Sprachengesetzes zeigt oder an der Frage, welche Fremdsprachen wann auf den Stundenplan der Schulen gehören. Gerade auch in den Beratungen im Parlament und der zuständigen Kommission über die Schaffung eines schweizerischen Sprachen- und Verständigungsgesetzes ist zu beobachten, dass ein unterschiedliches Verständnis von Staat und Kultur die Differenzen begründet. So fällt auf, dass es insbesondere die Minderheitenregionen und –sprachgebiete sind, die eher für eine staatliche geregelte Sprachenpolitik plädieren und die die Bedeutung einer solchen für den nationalen kulturellen Zusammenhalt betonen, während die einsprachigen Kantone der deutschen Schweiz der Sprachen- und Verständigungspolitik weniger Bedeutung zuzumessen scheinen. Viersprachig, mehrsprachig, vielsprachig – La Suisse, un pays où l’on parle quatre langues ... et plusTagung vom 14. November 2002 in Biel, Eigenverlag, Bern 2003 «Die gegenwärtige Auseinandersetzung über den Sprachenartikel in der Bundesverfassung schwankt zwischen einem neoliberalen Laissez-faire und der Forderung nach konservierenden Massnahmen.» Langues et production du savoirColloque de l’Académie suisse des sciences humaines et sociales à Lugano, 14 juin 2002, Eigenverlag, Bern 2003 Im Rahmen der Jahresversammlung 2002 veranstaltete die SAGW ein Kolloquium zum Thema Mehrsprachigkeit in der universitären Lehre und in der Forschung. Ausgehend von der Voraussetzung, dass Sprache die Grundlage jeglicher Wissensproduktion und -vermittlung bildet, zeigten die ReferentInnen auf, wie Mehrsprachigkeit im akademischen Umfeld eingesetzt wird oder werden kann und welche Rolle sie in einer Zeit spielt, in der sich Englisch zunehmend als einzige Wissenschaftssprache durchsetzt. Muslime in der Schweiz – Les musulmans de SuisseTagung vom 24. und 25. Mai 2002 in Freiburg, Eigenverlag, Bern 2003 Bei der letzten Schweizer Volkszählung bezeichneten sich 310’000 Menschen als Muslime – davon haben 40’000 einen Schweizer Pass. Musliminnen und Muslime verschiedenster Herkunft und Nationalität repräsentieren damit einen beachtlichen Anteil der Schweizer Wohnbevölkerung, und trotzdem werden sie als Teil der Gesellschaft wenig wahrgenommen, bleiben die vorherrschenden Bilder klischeebehaftet. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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